Wo sind all die Raucher hin???

Mit tiefer Besorgnis müssen wir, die wir aufmerksame Beobachter, ja gewissermaßen Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen sind, Alarmierendes beobachten: Immer weniger Menschen rauchen. Dort wo früher in geselliger Runde gepafft, inhaliert, gedampft, gequalmt wurde, dort wo offene Zigarettenschachteln herumgereicht wurden, wo Tabakdosen kreisten, Pfeifchen gestopft wurden, wo sich monströse Stammtischaschenbecher in kurzer Zeit lustig füllten, wo geplaudert wurde, wo sich Geschichten erzählt wurden, dort wo Freundschaften fürs Leben entstanden sind und vertieft wurden, herrscht jetzt Abstinenz.
Graugesichtige, tief unglückliche Menschen sitzen nun nur noch deshalb schweigend um Tische herum, weil sie Angst davor haben, zu ihrem Gatten, zu ihrer Gattin nach Hause zu gehen. Denn auch dort dominiert dieses lähmende Gefühl dumpfer Depression, das Nichtrauchern das Leben so schwer macht.
Und dabei ist es in den meisten Fällen ein selbstgewähltes Schicksal!
Sei es die Propaganda korrupter Gesundheitspolitiker, der Rat unfähiger Mediziner, Horrormeldungen der Boulevardblätter, das dumme Geschwätz sogenannter Freunde oder gar eigene Überlegungen, die zu dem unsinnigen Schritt, das Rauchen aufzugeben, verleitet haben, Unzufriedenheit ist die Folge, die Lebensfreude perdu. Angebliche Risiken wie Lungenkrebs und Emphysem, Impotenz und Infertilität, Herzinfarkt und Arteriosklerose, Parodontose und vorzeitige Hautalterung sind doch für etwas Freude am Dasein kein zu hoher Preis.
Darüber hinaus gibt es auch sozialpolitisch kein stichhaltiges Argument gegen den Tabakgenuss. Angenommen, das Rauchen verkürzte das Leben tatsächlich, sollte es in einer von Überalterung bedrohten Gesellschaft nicht nur empfohlen, sondern für alle verbindlich vorgeschrieben werden. Das wäre dann ein wichtiger Schritt gegen die unnatürliche Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung und damit gegen die Rentenmisere. Stattdessen wird mittlerweile ein Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Räumen, sogar in Kneipen, Bars und Gaststätten erwogen. Was für ein bodenloser Unsinn, was für ein verdammenswerter gesellschaftlicher Irrweg!
Lehnen wir uns auf. Massenkundgebungen, Generalstreik, Straßenkampf wären angemessene Reaktionen.
Eine positive Nachricht zum Schluss: Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen.

Bonae valetudinis quasi quaedam mater est frugalitas, liebe Leserinnen und Leser.

7 Responses to “Wo sind all die Raucher hin???”


  1. 1 Spackie

    Nuja, die Einführung von Rauchverbot ist ja nicht maßgebend für das verschwinden der Raucher.

    “Und dabei ist es in den meisten Fällen ein selbstgewähltes Schicksal!” - Das ist einer der Gründe, dass Raucher verschwinden. Sie werden alle vernünftig und erkennen den Unsinn am Rauchen ;)

  2. 2 Stumpf

    Tja, was soll man dazu sagen!? Klingt alles recht logisch, aber ich denke mal auch dass das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden nicht der Grund für einen Rückgang ist. Eher die extrem angestiegenen Preise, die kein normaler Mensch mehr bezahlen kann…
    Nichts desto trotz, Rauchen ist eigentlich echt Blödsinn, wenn nur das aufhören nur halb so schwer wäre, hätte ichs schon lange gemacht.
    Aber die Logik von da oben ist trotzdem sehr cool.

  3. 3 Spy98

    “Angenommen, das Rauchen verkürzte das Leben tatsächlich, sollte es in einer von Überalterung bedrohten Gesellschaft nicht nur empfohlen, sondern für alle verbindlich vorgeschrieben werden.”
    Da muß ich Dir aufs heftigste wiedersprechen. Natürlich, rauchen verkürzt das leben und erspaart dem Staat die Rente, doch muß man bedenken das die durch Raucher - vor ihrem Ableben - verursachten Kosten dem Gesundheitswesen schaden. Ich möchte hier bewußt auf Lungenkrebs, Raucherbein (periphere arterielle Verschlußkrankheit) zeigen. Krankheiten, deren Heilung zwar nicht möglich ist, aber trotzallem behandelt werden. Bettkosten, Medizin müssen bezahlt werden und Ärtzte vertun sinnlos Zeit.
    Lange dauerts nicht mehr dann haben wir Kippen wie in “Das 5. Element” - Ein riesiger Filter und der Nikotinanteil so hoch wie ein jetziger Filter.
    Ein Schritt in die richtige Richtung wie ich finde, obwohl ich zugeben muß das der Staat nicht vorschreiben sollte. Rauchen ist eine Sache die jeder für sich selbst entscheiden muß.

  4. 4 amai

    Ich bin Raucher und das ist auch gut so!

  5. 5 micha

    die herren politiker sind einfach nur dumm.
    es werden immense steuern erhoben, ohne drauf zu blicken,
    dass es dadurch weniger werden. sicher sind einige
    von raucherbeinen, krebs etc betroffen, ist doch aber ein
    geringer anteil gegenüber allen. wieviele verkehrstote
    gibt es TÄGLICH ?? darf ich jetzt nur noch auf dem hof
    auto fahren? statt das rauchen zu verbieten müssten
    die hersteller lieber dazu verpflichtet werden,
    alle inhaltsstoffe offen zu legen.
    dann würde endlich klar werden, dass suchtbeschleuniger
    enthalten sind, dass rauchen keine angewohnheit ist.
    den einen oder anderen vielleicht aufwecken, nicht erst zu beginnen
    ich bin auch raucher - habe aus freien stücken angefangen - aber aufhören ist nicht mehr drinnen. nicht so einfach.
    fakt ist: rauchen in gesellschaft ist QL. alleine isses lästig. in summe eine sucht. cheiche

  6. 6 micha

    achso - die frage war ja “wo die raucher hin sind” …
    rauchen wird ein luxus werden. man überlege, dass eine schachtel 4EUR kostet. eine einfache geldfrage,
    damit ist auch klar, warum keine geöffneten schachten rumgehen. zu teuer. denk ich. aber ich fahr ja nach polen.
    tanken, kippen, und GEZahlt wird !auch — wo kann man noch sparen? :-)

  7. 7 dominik

    alles nur geklaut.

    nämlich vom fanbrief der Polkagötter HISS.net

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