Guten Tag dem geneigten Leser!
Wie einige von euch wissen nutzte ich als OStremist lieber andere als herkömmliche Betriebssysteme auf der x86er Plattform. Leider droht meinem Lieblingssystem aufgrund lizenzrechtlicher Turbulenzen der knock-out, was ich schmerzlichst bedauere. Immerhin sieben Jahre als Hauptsystem trotz der Hardware-Widrigkeiten. Sieben Jahre eMails, Dokumente, Mitschriften, Notizen usw. und vieles davon im proprietären Format. “It was a hell of a ride - but da best ride ev0r”. Nun bin ich aber gezwungen…
…mich nach einem vorübergehend anderen System umzuschauen. Vorübergehend deshalb, weil ich natürlich auf die Open Source Reimplementierung meines Lieblingssystems warte. Das dauert alles noch eine Weile, aber ein OS ist ja auch nicht mal eben an einem Nachmittag bei ein paar Pilsneren zusammengedübelt.
Im Grunde wollte ich auf den Fedora 7 Download warten und mir die Zeit bis zum F7 Release mit der openSuSE10.2 ‘versüssen’. Mißmutig, wie ich den Linuxsystemen nun mal gegenüberstehe, installierte ich also die SuSE auf mehreren Maschinen und stellte mich dabei absichtlich wie ein Kackb00n an, schließlich verzaubern einen die Linux-Jünger immmer mit so Buzzwords wie ‘Desktoptauglich’ usw. .
Das letzte mal als ich mich so intensiv mit der Problematik befaßte war die SuSE noch deutsch und gerade bei Versionsnummer 7 angelangt. Also Jaaaaaaahre her.
Nun, nach längerer Nutzung (knapp 3 Monate) muß ich sagen, die Luft wird dünn in Redmond. Man könnte schelmisch schon fast behaupten, die openSuSE10.2 mit KDE und zusätzlicher Softwarepakete aus dem Packman-Repository ist schon mehr Window$ als der Marktführer selbst. Nein, also ganz so ist es nicht, aber für tägliche Aufgaben wie Internet, eMail, Office, Music und so Otto-Normalverbraucher-Kram ist das OS eine sehr gute Wahl. Und man hat nicht diesen bitteren Beigeschmack, man wäre beim Surfen gewisser Schadsoftware so hilflos ausgeliefert.

Hier das Bild in Originalgröße.
Für Normalanwender ist das System völlig okay und zu 150% eine Alternative zu Wistah.
Nun habe ich aber mal etwas tiefer geschnuppert und so Sachen wie Programmierung und FTP-Server usw. leicht ausgetestet. C/C++ sind ja unter Linux kein Ding, wer will nimmt bspw. Anjuta. Java (aber auch C++ mit dem entsprechenden CDT-PlugIns) kann man mit Eclipse programmieren. Man kann aber auch mal IntelliJ von Sun installieren, will man mal eine andere Java-IDE testen. Naja, und HTML, PHP und so Kram sind unter Linux auch schon lange kein Ding mehr. Über den Apache müssen wir auch kein Wort mehr verlieren.
Fazit: Ja. Es ist benutzbar. Leider ist es mittlerweile auch so ein Klumpen wie XP, aber einerseits hat man eine riesige Softwareauswahl zur Verfügung, andererseits habe ich auch schon mit Wistah experimentiert und das geht gar nicht. Definately: no go. Bei aller Liebe.
Im Augenblick experimentiere ich mit E17 und mit WINE. Das ist aber noch etwas Friggelei und für Otto N. aus S. an der SE. noch nicht zu empfehlen.
Nächste Schritte für die nächste oder übernächste LAN sind ein FTP Server und ein Linux-UT/UT2004/Battlefield1942 Gameserver.
Das NT5.1 wird nur noch für ein bißchen Delphi und die Games angeschmissen.
Das war aber vor Linux auch schon so
greets,
prOSy
BF42 ftw!!!!
Na endlich sieht das mal einer an.^^
ein Desktop-taugliches Linux ist DSL. Schick hübsch klein und schnell. Und nun mal für unseren Mai. Das kleinste Linux was ich gesehen habe ist 10MB groß.
:D
Linux an die Macht.^^
Hey Prosy!
Willkommen im Club! Nutze zur Zeit die Fedora 6 Distribution! Und warum? Weil es nen sehr guten Directory Server extra hat. Brauche ich für meine Arbeit.
Fedora is cool
@Spy98:
@Spackie:
Fedora finde ich auch ‘kälter’. Hatte Fedora6 in ner virtuellen Maschine mal getestet.
Rein von der Optik schöner als die SuSE, aber mehr kann ich nicht beurteilen.
Sobald ich ‘zu Hause’ wieder Internet habe (*grrrml*) werde ich die neuste Fedora Ausgabe mal testen und Vergleiche ziehen.
An sich ist die beiliegende Software schon bemerkenswert, wenn man sich mal richtig mit der Materie befaßt wird man merken, daß man sehr mächtige Tools an Bord (oder zumindest auf der Installations-DVD) hat oder unzählige Sachen noch aus dem Netz holen kann.
@KingShit:
Jup, es gibt natürlich für fast jeden Zweck eine eigene Distribution (was mich persönlich etwas stört, da es langsam unübersichtlich wird).
Also kann sich keiner beklagen. Alles da was man so braucht.
Die SuSE habe ich deshalb genommen, da man bei Novell vollmundig ein System verkündet, welches es mit ikspeh aufnehmen könne. Aus Sicht von Otto N., und dem ist so, wie ich feststellte.
so long and thx 4 all da bytes!
prOSy
Mh, man hört immer mehr positives von den Pinguinen. Wenns nicht so viel Arbeit machen würde, tät ichs bestimmt auch mal testen. Naja, zocken (was ja immer der Hauptgrund dagegen ist) kann ich die nächsten Wochen eh nicht, zwecks Gibs anna Maushand. Ne Brainmaus ist zu teuer also kann ich auch mit Linux rumspielen…wenn ich bock hab